Sonderbericht des Weltklimarats zum 1,5-Grad-Ziel

Klimawandel: Weltklimarat drängt zum schnellen Handeln

Der Sonderbericht des Weltklimarats zum 1,5-Grad-Ziel zeigt, dass die schlimmsten Risiken der globalen Erderwärmung nur noch vermieden werden können, wenn weltweit ein rsscher Wandel in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen eingeleitet wird.

Der Weltklimarat (IPCC) wurde damit beauftragt, einen Sonderbericht zum 1,5-Grad-Ziel zu erstellen und analysierte daraufhin über 6.000 Studien. Anfang Oktober wurden die Ergebnisse vorgestellt, die Grundlage für die Klimakonferenz im polnischen Kattowitz im Dezember diesen Jahres sein sollen. Der Bericht spricht eine erschreckend klare Sprache: Es bestehen klare Unterschiede zwischen einer Erwärmung um 1,5 Grad und einer Erwärmung um 2 Grad. Der globale Meeresspiegel würde um zehn Zentimeter weniger klettern als bei 2 Grad. Dies würde beinhalten, dass zehn Millionen weniger Menschen den damit verbundenen Risiken ausgesetzt wären, wie der Versalzung von Äckern, Überschwemmungen und Stürmen, so IPCC-Autor Wolfgang Cramer. Einen eisfreien Arktischen Ozean gäbe es bei einer Erwärmung um 1,5-Grad laut IPCC ungefähr einmal pro Jahrhundert, bei zwei Grad wäre damit vermutlich einmal pro Jahrzehnt zu rechnen. Bei 1,5 Grad verschwänden 70 bis 90 Prozent der Korallenriffe - bei 2 Grad wären alle Riffe verloren. Um eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad zu erreichen, müsste der CO2-Ausstoß bis 2030 um 45 Prozent fallen und bis 2050 Null erreichen. Dies ist nur mit einem radikalen Wandel in allen gesellschaftlichen Bereichen zu bewerkstelligen. Was besonders erschreckend ist: Die Klimaforscher sind sich einig, dass die Welt bei einem "Weiter-wie-bisher" auf ein Szenario von drei bis vier Grad Erwärmung zusteuert!

Unterschätztes Umweltproblem: Zigarettenstummel

Achtlos weggeworfene Zigarettenstummel schädigen Umwelt und Tiere massiv

4,5 Billionen Zigarettenstummeln werden jährlich weltweit achtlos in die Umwelt geworfen - ein riesiges Problem für Grundwasser, Meere, Böden und die Organismen, die in diesen Ökosystemen leben.

Dass Zigaretten der Gesundheit schaden, ist nichts Neues - doch die achtlos weggeworfenen Zigarettenstummel schädigen auch die Umwelt massiv. 4,5 Billionen Zigarettenstummel werden jährlich weltweit in die Umwelt geworfen und landen durch Wind, Flüsse und Kanäle in hoher Zahl in den Meeren. Ilka Peeken vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven betont, dass die Zigarettenstummel insbesondere in Salzwasser sehr schwer abbaubar sind. Mehrere hundert Jahre kann dieser Prozess dauern. Aus Experimenten ist bekannt, dass vier Zigarettenstummel pro Liter ausreichen, um einen Fisch zu töten. Schuld daran sind u.a. die Chemikalien Blei, Kadmium und Arsen, die während des Auflösungsprozesses der Zigarettenstummel im Wasser frei werden. Auch Möwen und andere Vögel verwechseln die Zigarettenstummel häufig mit Nahrung und sterben an den Folgen. Auch im ewigen Eis der Arktis konnten Forscher des Alfred-Wegener-Instituts bereits die Spuren von Zigarettenstummeln nachweisen. 

Mediennutzungsstudie 2018 im BMBF-Projekt mint.online

iPad zu gewinnen!

Liebe Studierende,

infernum wurde von 2011 bis 2017 im Rahmen des Verbundprojektes "mint.online" mit anderen Hochschulen im  Rahmen des BMBF-Wettbewerbes »Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen« gefördert. Derzeit läuft die zweite Förderrunde und unser Projektpartner im Verbund, die Universität Oldenburg, hat mich gebeten, Sie zur Teilnahme an einer Mediennutzungsstudie einzuladen. Es gibt auch ein iPad zu gewinnen!

Bereits in den Jahren 2012 und 2015 ist, im Rahmen der BMBF geförderten Projekte „MINT-Online“ und „Pflege und Gesundheit – PuG“ eine Mediennutzungsstudie durchgeführt worden, an der insgesamt bereits 3.644 Studierende teilgenommen haben. 

Ziel der Studie ist es, Wissen darüber zu erlangen, wie digitale Medien von Studierenden genutzt werden um daraus Implikationen für die Gestaltung des Lernens und Lehrens mit digitalen Medien abzuleiten. 

 Der stetigen und dynamischen Entwicklung von digitalen Medien entsprechend, starten wir nun eine 3. Erhebungswelle und bitten Sie an der Mediennutzungsstudie 2018 teilzunehmen!

Über den folgenden Link gelange Sie zur Umfrage: 

http://www.mint.uni-oldenburg.de/limesurvey/index.php?sid=41399&lang=de

 Am Ende des Fragebogens können Sie an der Verlosung eines Apple 9,7‘‘ iPad(32GB, silber) teilnehmen.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe und viel Erfolg für den Semesterstart!

Carina Dolch & Prof. Dr. Olaf Zawacki-Richter

 

Das zweite Themenheft der Reihe „UMSICHT-Diskurs“ ist erschienen!

Fragen zu einer biologischen Technik

Im Themenheft »Fragen zu einer biologischen Technik« wird diskutiert, ob Technologien harmonischer mit Menschen und Ökosystemen interagieren würden, wenn sie mehr nach natürlichen Vorbildern gestaltet wären. In die Diskussion werden technik- und biophilosophische Aspekte einbezogen.

Hohe Erwartungen an biologisches Leitbild der Forschungspolitik

Mutter Natur als Vorbild für Innovation: Was in der Forschung schon seit längerem ein populärer Ansatz ist, hat die nächste Ebene erklommen: Nach Bionik und Biotechnologie prägen längst Begriffe wie »Biologisierung« und »biologische Transformation« die forschungspolitische Debatte. Das aktuelle biologische Leitbild der Forschungspolitik ist weit gefasst und schließt auch Themen wie die Entwicklung künstlicher Intelligenz mit ein.

Die Motivation liegt auf der Hand: An die Integration biologischer Prinzipien in technische und wirtschaftliche Strukturen und Abläufe knüpfen sich Hoffnungen auf ein verträglicheres technisches Wirtschaften und Innovationen, die denen der digitalen Revolution in Umfang und Wirkung vergleichbar sind.

Biologisierung bedeutet nicht automatisch mehr Nachhaltigkeit

Sollten sich technische Entwicklungen und Wirtschaftsprozesse zukünftig mehr an Vorbildern aus der Natur orientieren, bedeutet dies nicht, dass Technik oder Wirtschaft dadurch automatisch besser werden als zuvor. In jedem einzelnen Fall ist die Frage nach der Nachhaltigkeit der Verfahren oder Prozesse zu stellen. Ebenso ist es erforderlich, dass ein Teil der möglichen Anwendungen – beispielsweise die Übertragung von evolutionären Prinzipien in wirtschaftliche Bereiche – von Wissenschaft und Gesellschaft ethisch bewertet und diskutiert werden.

Diskutieren Sie mit uns über eine biologische Technik

Die Publikationsreihe »UMSICHT Diskurs« widmet sich in ausführlicher Form ausgewählten und aktuellen Themen der anwendungsorientierten Forschung. Die Themenhefte sind keine Studien im klassischen Sinne, die in der Regel den Stand der Technik wiedergeben. Sie sollen als ein Format verstanden werden, das Informationen für den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs zusammenstellt. Dabei können auch Fragen formuliert werden, deren Beantwortung heute notwendigerweise noch offenbleiben müssen.

Das Themenheft erhalten Sie hier kostenfrei als Download:

Themenheft »Fragen zu einer biologischen Technik« [ PDF  4,42 MB ]

Bestellen Sie das Themenheft kostenfrei in gedruckter Form. Die Auflage ist limitiert. Fraunhofer UMSICHT verschickt diese, so lange der Vorrat reicht.

Über Fragen und Anregungen zum Thema freut sich Dr. Thomas Marzi. Rufen Sie ihn an oder schreiben ihm eine E-Mail.

Als Wegbereiter einer nachhaltigen Energie- und Rohstoffwirtschaft beschäftigen wir uns intensiv mit dem Wandel des Energie- und Rohstoffsystems. Werfen Sie einen Blick auf unsere strategischen Forschungslinien. Dort erfahren Sie mehr zum Kohlenstoffkreislauf und wie Produktionssysteme zukunftsfähig werden.

Dr. rer. nat. Thomas Marzi
Abteilungsleiter Ideenfabrik /Gruppenleiter Low Carbon Economy
Telefon +49 208 8598-1230
E-Mail senden

Kenntnisse zur wissenschaftlichen Informationskompetenz vertiefen

infernum bietet kostenfreie Webinare zur Literaturrecherche und-verwaltung an!

Kenntnisse zur Recherche, Bewertung und Verarbeitung sowie Verwaltung von wissenschaftlicher Literatur sind für das Studium unerlässlich! Deshalb bieten wir für unsere Studierenden auch im Wintersemester 2019 wieder kostenlose Webinare zur Informationskompetenz in den Umweltwissenschaften an: "Informationskompetenz Umweltwissenschaften", "Literaturverwaltung mit Citavi" und "Wissensorganisation mit Citavi"

Kenntnisse zur Recherche, Bewertung und Verarbeitung sowie Verwaltung von wissenschaftlicher Literatur sind auch im Bereich der Weiterbildung unerlässlich. In Kooperation mit der Universitätsbibliothek bieten wir für unsere Studierenden seit einiger Zeit regelmäßig kostenlose Webinare zur Informationskompetenz in den Umweltwissenschaften an - dabei geht es zum einen um die Literaturrecherche und um die Verwaltung von Literatur mit dem Literaturverwaltungsprogramm Citavi. 

 

Die Termine für das Wintersemester stehen nun fest:

 

12.11.2018 - 18-20 Uhr: Informationskompetenz und Literaturrecherche Umweltwissenschaften

24.11.2018 - 10-11 Uhr: Informationskompetenz und Literaturrecherche Umweltwissenschaften (Übung)

 

Literaturverwaltung mit Citavi (Citavi I)

09.10.2018, 18.00 – 20.00 Uhr

27.11.2018, 18.00 – 20.00 Uhr

21.01.2019, 18.00 – 20.00 Uhr

 

Wissensorganisation mit Citavi (Citavi II)

17.10.2018, 18.00 – 19.30 Uhr

10.12.2018, 18.00 – 19.30 Uhr

04.02.2018, 18.00 – 19.30 Uhr

 

Die Anmeldung zu den Webinaren können Sie bequem via Webformular vornehmen - hier geht es zur Anmeldung.

 

Spannendes neues Online-Seminar bei infernum

Neues Modul 27 „Nachhaltige Entwicklung, Mobilität und Verkehr“

Ab dem 01.04.2019 bietet infernum das neue Modul 27 „Nachhaltige Entwicklung, Mobilität und Verkehr“ an. Es thematisiert das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung mit einem besonderen Schwerpunkt auf das Handlungsfeld Verkehr. Es skizziert nachhaltige Strategien und Ansätze, die zeigen, wie Verkehr nachhaltig gestaltet werden kann und Menschen nachhaltig mobil sein können. Das Modul wird als Online-Seminar mit festen gemeinsamen Terminen im „virtuellen Klassenzimmer“ angeboten.

Zum Sommersemester 2019 wird das bisherige Modul 26 „Nachhaltige Mobilität“ durch das neue Modul 27 „Nachhaltige Entwicklung, Mobilität und Verkehr“ abgelöst. Das Modul thematisiert das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung mit einem besonderen Schwerpunkt auf das Handlungsfeld Verkehr. Es skizziert nachhaltige Strategien und Ansätze, die zeigen, wie Verkehr nachhaltig gestaltet werden kann und Menschen nachhaltig mobil sein können. Die Maßnahmen und Ansätze werden interdisziplinär diskutiert und bezüglich ihrer technischen, gesellschaftlichen und politischen Umsetzbarkeit und Akzeptanz beleuchtet.

Bei dem Modul handelt es sich um ein Online-Seminar, welches in der virtuellen Lernumgebung Moodle angeboten wird. Das Online-Seminar startet am 01.04.2019 und gliedert sich in sechs themenorientierte Lernblöcke. Im Rahmen des Online-Seminars finden sechs Online-Sitzungen statt (08.04./03.06./11.06./17.06./24.06. und 01.07.), jeweils in der Zeit von 19:00-20:30 Uhr.

Die Teilnahme an den Online-Sitzungen ist obligatorisch für den erfolgreichen Abschluss des Moduls. Als Prüfungsleistung erstellen die Studierenden ein Essay, eine Seminararbeit (als Gruppenarbeit) sowie eine Online-Aktivität (Präsentation der Seminararbeit oder Moderation einer Online-Sitzung). In der Lernumgebung besteht in wöchentlichen Diskussionsrunden Gelegenheit für einen Austausch. Nähere Informationen sind ab dem 01.10.2018 im Modulhandbuch zu finden.

Die Anmeldung ist ab dem 01.10.2018 ausschließlich per E-Mail an andrea.petmeck(at)fernuni-hagen.de möglich.

KONSORTIALSTUDIE ZU MIKROPLASTIK

Fraunhofer UMSICHT beim ZDF!

Woher stammen kleine Kunststoffpartikel? Welche Mengen werden jährlich in Deutschland emittiert? Diese Fragen standen bei der »Konsortialstudie Mikroplastik« im Mittelpunkt. Im Auftrag von Partnern aus der Kunststoffindustrie, Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Forschung hat Fraunhofer UMSICHT zwei Jahre lang den Wissensstand zu Mikro- und Makroplastik gesammelt.

Die jährlichen Kunststoffemissionen in Deutschland belaufen sich auf 446.000 Tonnen, wovon nur 26 % aus Makroplastik und 74 % aus Mikroplastik bestehen. Für die Studie hat das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits-, und Energietechnik in Oberhausen 51 verschiedene Quellen für Mikroplastik quantifiziert. Insgesamt haben die Forscher errechnet, dass pro Jahr in Deutschland 330.000 Tonnen Mikroplastik freigesetzt werden, pro Person sind das im Jahr 4 Kilogramm. Hauptquellen der Mikroplastikpartikel sind u. a. der Abrieb von Autoreifen, die Freisetzung bei der Abfallentsorgung, Abrieb von Bitumen in Asphalt, Verwehungen von Sport-, Spiel- und Kunstrasenplätzen, aber auch Abrieb von Schuhsohlen und Faserabrieb bei der Textilwäsche.

Hier geht´s zum Bericht von der ZDF-Sendung heute+:

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-plus/videos/mikroplastik-die-neue-gefahr-100.html

 Hier geht es zur Konsortialstudie vom Fraunhofer UMSICHT:

https://www.umsicht.fraunhofer.de/content/dam/umsicht/de/dokumente/publikationen/2018/kunststoffe-id-umwelt-konsortialstudie-mikroplastik.pdf

Lizenz von umweltwissenschaftlicher Datenbank verlängert

Datenbank Environment Complete für 2019 erneut lizensiert

Die Lizenz für die Datenbank Environment Complete wurde verlängert und steht den infernum-Studierenden auch 2019 zur Verfügung. Die Nachweis- und Volltextdatenbank wird von den Studierenden bisher gut angenommen.

Seit 2017 bietet die Universitätsbibliothek der FernUniversität in Hagen den Zugriff auf die umweltwissenschaftliche Datenbank Environment Complete an. Environment Complete ist eine Nachweis- und Volltextdatenbank für die Bereiche Landwirtschaft, Ökologie und Umwelttechnologie. Ausgewertet werden ca. 2.000 Zeitschriften, Bücher und graue Literatur. Aus ca. 700 laufenden Zeitschriften und 180 Monographien sind Volltexte verfügbar. In den vergangenen zwölf Monaten wurde von Angehörigen der FernUniversität rund 127.000 Mal in der Datenbank recherchiert, knapp 2.700 Volltexte und über 17.000 Abstracts wurden abgerufen. Aufgrund dieser guten Nutzungszahlen hat sich infernum entschieden, die Lizenz für ein weiteres Jahr zu verlängern.

Neues Online-Portal für Müll im Meer

Alfred-Wegener-Institut macht Wissen zu Müll im Meer auf LITTERBASE zugänglich

Die Anhäufung von Müll in den Ozeanen bedroht die Meeresumwelt und die darin lebenden Organismen. Die Forschung zu diesem Umweltproblem schreitet schnell voran. Die große Zahl von Forschungsergebnissen erschwert es Interessierten jedoch, dieses Wissen für sich zu erschließen. Das vom Alfred-Wegener-Institut gegründete Online-Portal LITTERBASE macht daher die Ergebnisse zahlloser Studien zu Müll in den Meeren verständlich zugänglich.

Die wachsende Erdbevölkerung und die globale Industrialisierung haben eine kontinuierlich zunehmende Produktion verschiedenster Güter zur Folge. Viele Produkte sind jedoch aufwändig verpackt und werden nur für eine begrenzte Zeit verwendet. Anschließend werden sie zu Müll, der bei unsachgemäßer Entsorgung in die Umwelt gelangt. Inzwischen wissen wir, dass ein wesentlicher Teil dieses Abfalls in die Ozeane gelangt, entweder vom Land aus oder direkt auf See. Die Langlebigkeit zahlreicher Materialien wie Kunststoff, Glas und Metall führt dazu, dass sich kontinuierlich immer mehr Abfälle in den Ozeanen anhäufen. Meeresorganismen interagieren auf unterschiedlichste Weise mit Müll, oft mit tödlichen Folgen. Die Auswirkungen des Mülls auf die Umwelt und die damit verbundenen möglichen Folgen für den Menschen sind im gesellschaftlichen Diskurs wie auch in der medialen Berichtserstattung präsent. Politik und Behörden versuchen das Umweltproblem mit Maßnahmen einzudämmen. Auch wenn noch immer große Lücken bestehen, haben intensive internationale Forschungsaktivitäten unseren Wissensstand stark erweitert. Dieses Wissen ist dringend erforderlich, um das Bewusstsein der Menschen für dieses Umweltproblem weiter zu steigern, aber auch um geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Häufig ist dieses Wissen jedoch nicht zugänglich, da es in der Fachliteratur versteckt ist. Aufgrund seiner Fülle wird es außerdem immer schwieriger zu erfassen.

Das mit infernum kooperierende Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung hat daher das Online-Portal LITTERBASE gegründet. LITTERBASE stellt Informationen aus 1.725 wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu Müll in den Meeren in einer umfangreichen Datenbank zusammen. Aus dieser Datenbank werden laufend aktualisiertes Kartenmaterial und Infographiken erstellt. Diese liefern Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Behörden, Wissenschaft, Medien und der allgemeinen Öffentlichkeit wichtige Informationen zu Mengen, Verteilung und Zusammensetzung von Müll in den Meeren und deren Auswirkungen auf Meeresorganismen. So vermittelt das Portal ein breites, faktenbasiertes Verständnis dieses Umweltproblems.

LITTERBASE wird ständig aktualisiert, um mit den kontinuierlich voranschreitenden Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet Schritt zu halten. Dabei ist nicht auszuschließen, dass Publikationen übersehen werden. Sie sind herzlich eingeladen, das AWI unter litterbaseawide auf aktuelle Literatur hinzuweisen. Weiteres Hintergrundwissen zum Thema Müll in den Meeren gibt es in den Publikationen führender Wissenschaftler in dem Buch Marine Anthropogenic Litter, das als kostenloses PDF zum Download verfügbar ist.

Fachtagung "Transformation zur Nachhaltigkeit"

Spannende Fachtagung "Transformation zur Nachhaltigkeit", 04.-05.10.2018, Münster

Auf der Fachtagung der Akademie Franz-Hitze-Haus und des Zentrums für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der Universität Münster analysieren renommierte Expertinnen und Experten, wie eine nachhaltige Transformation in einem immer knapperen Zeitrahmen gefördert werden kann. 

Die Akademie Franz Hitze Haus und das Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der Universität Münster richten eine Fachtagung zum Thema „Transformation zur Nachhaltigkeit. Hindernisse – Wege – Strategien“ aus. Sie findet von Donnerstag, 4.10., 10 Uhr – Freitag, 5.10., 13 Uhr in der Akademie Franz Hitze Haus in Münster statt. 

 

Zum Inhalt:

Um die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit langfristig zu sichern und der elementaren Bedrohung durch den Klimawandel zu begegnen, ist eine tiefgreifende gesellschaftlich-ökonomische Transformation unbedingt erforderlich. Ziel der interdisziplinären wissenschaftlichen Fachtagung ist die Analyse der Faktoren, die einer Umsetzung des erforderlichen Wandels bisher entgegenstehen und die Diskussion der Handlungsoptionen, wie die Transformation in der immer begrenzteren zur Verfügung stehenden Zeit gefördert werden kann. 

 

Referentinnen und Referenten:
Prof. Dr. Ingolfur Blühdorn, Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit, Wirtschaftsuniversität Wien
Carolin Bohn, Politikwissenschaftlerin, Universität Münster
Dr.'in Antonietta Di Giulio, Philosophin, Department Umweltwissenschacften, Universität Basel/CH
Prof.'in Doris Fuchs, PhD, Politikwissenschaftlerin, Münster
Prof.'in Dr. Marianne Heimbach-Steins, Sozialethikerin, Universität Münster
Dr. Martin Held, Wirtschaftswissenschaftler, ehem. Studienleiter für für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung an der Ev. Akademie, Tutzing
Prof.'in Dr Christa Liedtke, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Prof. Dr. Samuel Mössner, Professur für Orts-, Regional-, und Landesentwicklung / Raumplanung (ORL), Universität Münster
Dr. Jürgen Rinderspacher, Institut für Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften, Universität Münster
Dr. Georg Stoll, Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V., Aachen
Prof.'in Dr. Heike Walk, Hochschule für nachhaltige Entwicklung, Eberswalde

 

Tagungsbeitrag:

65 € / 45 € (ermäßigt)
25 € (Übernachtung im Zweibettzimmer) 
35 € (Übernachtung im Einzelzimmer) 

Tagungsnummer: 18 - 528 K

Die Anmeldung zur Tagung erfolgt über die Homepage der Akademie Franz Hitze Haus: https://www.franz-hitze-haus.de/home/

Den genauen Programmablauf können Sie dem Tagungsflyer entnehmen. 

JETZT CROWDFUNDING UNTERSTÜTZEN UND FESTIVALTICKETS SICHERN!

5. Innovative Citizen Festival vom 26. – 28. Oktober 2018 in Dortmund

„Es wird gesägt, gehämmert, geschnibbelt, geklickt, gelötet, gekocht, programmiert, probiert, experimentiert, 3-d-gedruckt, gelasert, getanzt und geschnackt.“

Das Innovative Citizen Festival verbindet die Idee des Selbermachens mit modernen digitalen Techniken. An den drei Tagen können Bürger jeden Alters an Workshops, Vorträgen und Aktionen zu den Themen Digitale Fertigung, Food+Farming, Circular City und Textiles teilnehmen. Ziel des »Innovative Citizen Festival« ist es, die Grenzen zwischen Konsumenten und Produzenten, Laien und Experten zu überwinden.

Das Innovative Citizen Festival ist eine gemeinsame Veranstaltung von Fraunhofer UMSICHT, dem Dortmunder U, der Folkwang Universität der Künste sowie der DEZENTRALE – dem Gemeinschaftslabor für Zukunftsfragen – als Partner der Veranstaltung.

Das Festival findet vom 26. – 28. Oktober 2018 im Dortmunder U und in der Werkhalle des Union Gewerbehofs statt.

Tickets für das Festival sind bald hier erhältlich.

Im Vorhinein läuft aber schon ein Crowdfunding, an dem man sich beteiligen kann und welches den Zweck hat, die Ticketpreise niedrig zu halten, Workshopleiter und Vortragende zu honorieren oder Materialien für die Workshops zu besorgen. Unterstützer können durch das Crowdfunding somit früher Festivaltickets und Kombipakete zum Sonderpreis bekommen und haben außerdem die Gelegenheit, sich Angebote, wie eine Übernachtung in einem Tiny House, zu sichern.

Präsenzseminar „Luftgetragene Emissionen: Stadtluft“

Anmeldung ist ab sofort freigeschaltet!

Das modulübergreifende Präsenzseminar „Luftgetragene Emissionen: Stadtluft“ findet am 16. - 17. November 2018 in der Fraunhofer Zentrale in München statt.

Eine ANMELDUNG ist unter http://www.umweltwissenschaften.de/präsenzseminare möglich. Das Seminar beginnt am Freitag, 16.11.2018 um 9:30 Uhr und endet gegen 19 Uhr. Am Samstag, 17.11.2018 beginnt das Seminar um 9:00 Uhr und endet gegen 14:30 Uhr. Das vorläufige Programm wird in Kürze veröffentlicht.

 Es gibt die Möglichkeit Studierendenreferate zu halten.

Präsenzseminar „Interdisziplinäre Einführung in die Umweltwissenschaften“, 21.-22.09.2018

Präsenzseminar zum Einführungsmodul 22: Es gibt noch freie Plätze!

Es sind noch Plätze frei im Präsenzseminar zum Einführungsmodul „Interdisziplinäre Einführung in die Umweltwissenschaften“ vom 21.-22.09.2018 in Münster.

Zweimal jährlich findet das Präsenzseminar zum Einführungsmodul „Interdisziplinäre Einführung in die Umweltwissenschaften“ im Franz-Hitze-Haus in Münster statt. Das Präsenzseminar bietet einen umfassenden Überblick über die Studienorganisation bei infernum sowie eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten in den Umweltwissenschaften. Das inhaltliche Oberthema des Präsenzseminars vom 21.-22.09.2018 ist Grüne Gentechnik – Genfood. Es sind noch Plätze frei! Melden Sie sich jetzt an.

infernum-Tag 2018: Vorträge online

Vorträge vom infernum-Tag 2018 im infernum-Youtube-Kanal

Wer beim infernum-Tag 2018 nicht live dabei sein konnte, kann sich die Vorträge von Prof. Dr. Tilman Santarius und Dr. Daniel Kiel nun nachträglich im infernum-Youtube-Kanal anschauen.

Am 09. Juni 2018 fand der infernum-Tag zum Thema „Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ statt. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln wurden zu diesem Anlass Chancen und Risiken der Digitalisierung für eine Nachhaltige Entwicklung diskutiert. Zwei der Vorträge wurden aufgezeichnet und können im infernum-Youtube-Kanal aufgerufen werden: Der Vortrag von Prof. Dr. Tilman Santarius (TU Berlin) zum Thema „Smarte grüne Welt?“ sowie der Vortrag von Dr. Daniel Kiel (FAU Erlangen-Nürnberg) zum Thema „Mehr als nur ein Hype? Industrie 4.0 als Zukunftsmodell einer nachhaltigen industriellen Wertschöpfung“

Seit 01.06.2018 gibt es das neue Modul 16 im Lehrprogramm!

Nachhaltige Energieversorgung: Energieanlagen, -netze und –wirtschaft

Das Modul 16 stellt sowohl die technologischen Grundlagen von modernen Energieanlagen und Energienetzen dar als auch die relevanten wirtschaftlichen, systemischen und ökologischen Zusammenhänge. Aufbauend auf diesem breiten Grundlagenwissen werden aktuelle Entwicklungen erläutert und diskutiert sowie Anwendungsbeispiele vorgestellt. Dazu ist das Modul in vier Kurseinheiten mit mehreren weiterführenden interaktiven Lerneinheiten gegliedert.

Das neue Modul beschäftigt sich mit bisherigen, aktuellen aber auch zukünftigen energiewirtschaftlichen/-politischen/-technischen Entwicklungen im Rahmen der Energiewende, mit Funktionsweisen der relevanten Energiekonversionstechnologien und deren jeweiligen Vor- und Nachteilen. Die Studierenden lernen grundlegende Berechnungen durchzuführen und vergleichende Abschätzungen zu treffen und sind imstande, den Aufbau und die Funktionsweise von Strom-, Wärme-/Kälte- und Gasnetzen darzulegen sowie aktuelle Entwicklungen bei diesen zu benennen. Darüber hinaus können sie Methoden und Vorgehensweisen erläutern, mit deren Hilfe wirtschaftliche, nachhaltige und umweltverträgliche Energieversorgungskonzepte für Objekte erstellt werden können – sowohl für Wohngebäude als auch für gewerbliche/industrielle Objekte.

Das Modul gliedert sich in vier Studienbriefe: Energiewirtschaft, Energiekonversionstechnologien, Leistungsgebundene Energieversorgung und Energieversorgung von Objekten.

Eine interaktive Lerneinheit „Die Stadt als Speicher“ führt die Studierenden durch ein aktuelles Forschungsprojekt von Fraunhofer UMSICHT, bei dem es um die Vernetzung von flexiblen Versorgungsanlagen und Speichern zu einem so genannten virtuellen Kraftwerk bzw. Speicher geht.

Mehr Informationen zum Modul und den einzelnen Studienbriefen finden Sie hier.

„Wissenschaftliche Politikberatung“ am 14.-15.09.2018 in Hamburg

Jetzt noch schnell anmelden!

Es sind noch Plätze frei beim modulübergreifenden Präsenzseminar „Wissenschaftliche Politikberatung am Beispiel der internationalen Klimapolitik“ am 14.-15.09.2018 in Hamburg im Regionalzentrum der FernUniversität.

In diesem Präsenzseminar geht es um das Zusammenspiel von wissenschaftlicher Expertise und politischer Praxis am Beispiel des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC). Die Wissenschaft nimmt in der Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle ein. Dies trifft auch auf politische Entscheidungsprozesse im Umweltbereich zu. Für die Politik steigt die Unsicherheit über angemessene Entscheidungen in Umweltfragen durch die Zunahme komplexer Problemlagen. Politische Entscheidungen in diesem Bereich müssen deshalb immer häufiger an die aktuellen Ergebnisse und Empfehlungen der Wissenschaft rückgebunden werden, um diese sowohl zu legitimieren als auch durchzusetzen. Die internationale Klimapolitik und das IPPC sind dafür ein prominentes Beispiel. Als internationales wissenschaftliches Gremium soll das IPCC den politischen Entscheidungsträgern politikrelevantes Wissen für ihre Entscheidungen bereitstellen. Das IPCC steht dabei im Spannungsverhältnis von wissenschaftlicher Integrität und politischer Relevanz.

 

Das Seminar thematisiert theoretisch und empirisch das Problem wissenschaftlicher Politikberatung. Theoretisch werden verschiedene Modelle der Politikberatung vorgestellt, empirisch wird das Beispiel der IPPC und der internationalen Klimapolitik analysiert. Die Studierenden nehmen während des Seminars einen aktiven Part ein. Sie erarbeiten sich die theoretischen Modelle in Gruppen und wenden die Modelle gemeinsam auf das Fallbeispiel der Klimapolitik an. Fachlichen Input zu den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels sowie der Arbeit des IPCC bekommen die Studierenden durch Vorträge von Expertinnen und Experten sowie durch Gespräche mit Autoren der IPCC-Berichte.

 

Das vorläufige Programm finden Sie hier.

Login-Bereich für Studierende

Automatischer Mailversand zum Login-Bereich funktioniert wieder!

In den letzten Tagen funktionierte zeitweise der automatische Mailversand im Login-Bereich unserer Homepage nicht. Der Fehler wurde jedoch inzwischen behoben. Falls Sie selbst betroffen waren - wir helfen gerne weiter!

Wer in den vergangenen Tagen eine Einsendeaufgabe angefordert hat oder ein Modul im Login-Bereich unserer Homepage belegt hat bekam in den letzten Tagen leider nicht - wie sonst üblich - die automatisch generierte Bestätigungsmail aus dem Koordinationsbüro. Hier lag eine Störung im Mailversand vor, auf die Sie uns dankenswerterweise aufmerksam gemacht haben. Unsere Agentur hat diesen Fehler nun schnellstmöglich behoben, so dass nun alles wie gewohnt funktioniert!

Sollten Sie Bedenken haben, ob Ihre studienorganisatorischen Aktivitäten im Login-Bereich fehlerfrei übermittelt wurden, wenden Sie sich gerne per E-Mail (infernumfernuni-hagende) an das Koordinationsbüro in Hagen, dann prüfen wir das für Sie!

Bei dieser Gelegenheit schon einmal die Erinnerung: Sie können sich seit dem 01.06.2018 zum Wintersemester 2018/2019 zurückmelden! :-)

DEUTSCHLANDSTIPENDIUM 2018/2019

Monatliche Förderung in Höhe von 300 Euro – jetzt bewerben!

Auch im Studienjahr 2018/2019 haben infernum-Studierende, die im Masterstudiengang eingeschrieben sind, die Möglichkeit, sich für das Deutschlandstipendium der FernUniversität zu bewerben. Die Bewerbung ist noch bis zum Freitag, 31. August 2018 möglich.

Bereits in den vergangenen Jahren wurden infernum-Studierende durch das Deutschlandstipendium unterstützt, mit dem die FernUniversität in Hagen und Sponsoren aus dem Wirtschaftsbereich sowie private Unterstützende Leistungsstärke, aber auch gesellschaftliches oder soziales Engagement belohnen. Falls auch Sie sich bewerben möchten: Bitte denken Sie daran, dass Sie für eine Bewerbung um ein Stipendium aktuell in den Studiengang eingeschrieben bzw. rückgemeldet sein müssen! Mehr Infos gibt es unter www.fernuni-hagen.de/universitaet/stipendium/info_studierende.shtml.

Save-the-date:

Ringvorlesung im Forschungsschwerpunkt "Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit"

Im kommenden Wintersemester 2018/2019 wird es im Rahmen des neuen Forschungsschwerpunktes "Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit" eine Ringvorlesung geben, deren Themen für infernum-Studierende besonders spannend sein dürften - jetzt Termine vormerken! 

Der neue Forschungsschwerpunkt "Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit" an der FernUniversität hat sich zum Ziel gesetzt, die vielfältigen Forschungsaktivitäten aller Fakultäten zu bündeln und sichtbar zu machen. Aus einer interdisziplinären Perspektive heraus soll der Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gefördert werden. Diesem Ziel dient u.a. auch die geplante Ringvorlesung, die im Wintersemester 2018/2019 starten wird und sich an alle an nachhaltigen Lösungsstrategien im Energie- und Umweltbereich richtet. Es sind drei Vorlesungen an der FernUniversität in Hagen geplant, deren Termine Sie sich bereits jetzt vormerken sollten:

Den Auftakt macht am 10.10.2018 um 17:30 Uhr Frau Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), die zum Thema "Die wirtschaftlichen Chancen einer klugen Energiewende" sprechen wird.

Am 05.12.2018 folgt um 18:00 Uhr Prof. Dr. Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg-Essen mit einem Vortrag zum Thema "Die Zukunft der Mobilität - wie wir uns bewegen werden".

Abschließen wird die Ringvorlesung im Wintersemester 2018/2019 am 16.01.2019 Prof. Dr. Newig von unserem Kooperationspartner, der Leuphana Universität Lüneburg, mit seinem Beitrag "Mehr Bürgerbeteiligung = mehr Ökologie? Ergebnisse der Lüneburger Partizipations-Studie."

Eine Fortsetzung der Ringvorlesung im Sommersemester 2019 ist geplant. Nähere Informationen zur den Vorträgen finden Sie im Flyer zur Veranstaltung.

 

 

infernum-Tag 2018

Digitalisierung nachhaltig gestalten – Interdisziplinäre Impulse

Kann Digitalisierung den Weg in eine nachhaltige Zukunft unterstützen? Eine schwierige Frage, auf die es vielfältige Antworten gibt. Dies zeigte auch der infernum-Tag bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen, auf dem am 9. Juni Studierende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über die beiden Topthemen Digitalisierung und Nachhaltigkeit und ihr ambivalentes Verhältnis zueinander diskutierten. Im Fokus stand die Frage, wie die Digitalisierung gestaltet werden muss, um ihre Chancen für die Nachhaltigkeit zu nutzen und ihre Risiken zu minimieren. 

Die Anbieter des Fernstudiengangs infernum (Interdisziplinäres Fernstudium Umweltwissenschaften), die FernUniversität in Hagen und Fraunhofer UMSICHT, bieten mit dem infernum-Tag regelmäßig ein Forum für fächerübergreifende Diskussionen zu aktuellen umweltwissenschaftlichen Fragen. Die wissenschaftliche Leitung von infernum, Prof. Dr. Görge Deerberg und Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller, sowie der Abteilungsleiter der Fraunhofer Academy, Dr. Roman Götter, begrüßten die Besucherinnen und Besucher des infernum-Tages mit der Frage, ob und inwiefern der digitale Wandel den Weg in eine nachhaltige Zukunft beschleunigen kann. Unter der Leitfrage „Smarte grüne Welt?“ beleuchtete der Soziologe Tilman Santarius die Umweltbilanz der digitalen Gesellschaft kritisch. Die klare Botschaft des Professors für Sozial-ökologische Gesellschaftstransformation an der TU Berlin lautete: „Digitalisierung kann und muss von Bürgern und Politik aktiv gestaltet werden – sonst führt sie einseitig zu mehr Wachstum, während die Umwelt und die Menschen auf der Strecke bleiben!“ Santarius präsentierte dafür eine Reihe von Leitprinzipien einer ökologisch-nachhaltigen „sanften Digitalisierung“.

Digitalisierung: Chancen und Risiken

Nach dem Überblicksvortrag von Prof. Santarius thematisierte Dr. Daniel Kiel die Chancen und Risiken für Nachhaltigkeit aus Unternehmensperspektive. Kiel forscht als Ökonom an der Universität Erlangen-Nürnberg in einem interdisziplinären Forschungsprojekt zu Industrie 4.0 als nachhaltiges Modell industrieller Wertschöpfung. Er zeigte, dass die Verzahnung industrieller Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowohl für die ökonomische also auch für die ökologische und soziale Dimension von Nachhaltigkeit Chancen bietet. Ähnlich wie Santarius mahnte er jedoch an, dafür sowohl unternehmensseitig als auch gesellschaftspolitisch förderliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

Prof. Dr. Görge Deerberg schloss die Vortragsreihe und präsentierte Chancen und Risiken digitaler Innovationen wie Smart Home und Smart Mobility aus Nachhaltigkeitsperspektive. Der stellvertretende Institutsleiter des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, der seit 2005 zum Wissenschaftlichen Leitungsduo des Studiengangs infernum gehört, lenkte den Blick insbesondere auch auf datenschutzbezogene Fragen und plädierte für eine gesellschaftliche Debatte über Datensouveränität in digitalisierten Zeiten. 

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden die Impulse aus allen drei Vorträgen noch einmal in der Gesamtschau betrachtet und miteinander in Beziehung gesetzt. Jana Rasch, Masterstudentin bei infernum, erklärte im Anschluss an die Diskussion: „Es war spannend, so viele unterschiedliche Perspektiven auf das Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu erleben!“. 

Am Nachmittag des Veranstaltungstages standen die infernum-Studierenden im Mittelpunkt. Thomas Bien, Barbara Mittermeier, Tina Schubert (in Abwesenheit), Ueli Gisiger und Dorothee Meyer-Kahrweg wurden für ihre hervorragenden Leistungen im Studiengang infernum ausgezeichnet. Dorothee Meyer-Kahrweg, die beste Absolventin des Studienjahres 2016/2017, stellte ihre Masterarbeit zur Vermeidung von Konflikten zwischen der Windenergienutzung und Naturschutzbelangen vor. „Es ist eine tolle Belohnung für all die Mühen eines berufsbegleitenden Studiums, hier heute vortragen zu dürfen“, freute sich Meyer-Kahrweg.  

Neugierig geworden? Alle Vorträge des infernum-Tags werden in Kürze auf dem Youtube-Kanal des Interdisziplinären Fernstudiums Umweltwissenschaften online abrufbar sein: https://www.youtube.com/channel/UC_-jRcRbI3_nwLroOdlnwmA.