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Bereich für Studierende

Modul 20: Landnutzung und Umwelt

 

Das Modul „Landnutzung und Umwelt“ besteht aus vier Lehreinheiten:

 

Lernergebnisse (learning outcomes)/Kompetenzen:

Nach Abschluss dieses Moduls verfügen die Studierenden über das notwendige Grundlagenwissen, um im Hinblick auf die verschiedenen Land- und Bodennutzungsformen grundlegende umweltrelevante Zusammenhänge und die damit verbundenen kausalen Mechanismen zu erkennen. Sie können zudem für umweltbezogene Probleme in den einzelnen Fachgebieten eigenständige Lösungskonzepte erarbeiten, wobei sie in der Lage sind, einzelne Fragestellungen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen, dabei wichtige interdisziplinäre Ursache-Wirkungsnetze zu berücksichtigen und mit Hilfe eines auf die Gesamtsysteme bezogenen Denkansatzes Problemlösungen zu entwickeln.

 

Inhalte:

Das Modul Landnutzung und Umwelt vermittelt umfassendes Wissen über die Nutzungsformen von Land und Boden sowie den damit verbundenen umweltbezogenen Belastungen. Im Vordergrund stehen dabei landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Produktionssysteme. Zentrale Bedeutung haben in diesem Zusammenhang jedoch auch der Schutz des Bodens selbst und die Formen und Möglichkeiten, mit denen sowohl innerhalb als auch außerhalb von land- und waldbaulich genutzten Flächen Naturschutz gestaltet werden kann.

 

Lehreinheit 1: Bodenkunde und Bodenschutz

Zunächst wird die Frage, was Boden ist, welche Ausprägungen er haben kann und wie Böden und deren Eigenschaften zu charakterisieren sind, behandelt. Anschließend werden die Funktionen der Böden in den verschiedenen Naturräumen erörtert. Darauf aufbauend schließt sich das Thema Bodenschutz und damit die potentiellen oder bereits vorliegenden Veränderungen, Belastungen, Schädigungen und Zerstörungen von Bodenflächen an. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die globale Bodenzerstörung durch Bodenabtrag (Erosion), Devastierung und Versalzung sowie die Probleme, die durch die Kontamination mit human- oder ökotoxikologisch problematischen Stoffen oder Stoffgruppen hervorgerufen werden. Abschließend werden die heute bestehenden Möglichkeiten des Bodenschutzes dargestellt, wobei sich die Maßnahmen an den zuvor geschilderten Problemfeldern orientieren.

 

 

Lehreinheit 2: Landwirtschaft und Umwelt

Zunächst wird ein Überblick über die möglichen Beeinträchtigungen der Umwelt durch die Landwirtschaft gegeben, der im Wesentlichen die großen Umweltgüter Boden, Wasser, Luft sowie den Natur- bzw. Ökosystem- und Artenschutz berücksichtigt. Spezielle Fragestellungen innerhalb der Schnittflächen zwischen Landwirtschaft, Umwelt, Naturschutz und Ökologie werden anschließend anhand der einzelnen landwirtschaftlichen Anbausysteme vergleichend untersucht. Darauf aufbauend werden Maßnahmen und Ziele einer umweltgerechten Landwirtschaft erörtert und deren Effekte anhand des biologischen und integrierten Landbaus untersucht. Globale Aspekte und die Bedeutung des Umweltschutzes für die tropische und subtropische Landwirtschaft werden in zusätzlichen Kapiteln behandelt.

 

Lehreinheit 3: Naturschutz

Nach einer einleitenden Standortbestimmung werden zunächst die unterschiedlichen Zielfelder des Naturschutzes wie Artenschutz, Biodiversität und Schutz von Ökosystemen oder Biotopen vergleichend dargestellt. Darauf aufbauend geht es um die Beziehung zwischen Mensch und Natur, wobei im Einzelnen die besonders problematischen Berührungspunkte wie Siedlungswesen, Verkehrswesen, Bodenschätze, Freizeit und Tourismus im Mittelpunkt stehen. Abschließend werden die theoretischen Überlegungen an ausgewählten Ökosystemgruppen (Feuchtbereiche, trocken-magere Bereiche, Binnengewässer und montane Regionen) beispielhaft diskutiert.

 

 

Lehreinheit 4: Forstwirtschaft und Umwelt

Zunächst werden die vielfältigen Einflüsse des Waldes auf die verschiedenen Bereiche von Umwelt dargestellt. Im Anschluss daran geht es um die Bedeutung von Waldökosystemen in den einzelnen Klimazonen. Darauf aufbauend werden die verschiedenen Einflüsse der Umwelt auf den Wald erörtert, wobei alle von außen auf die Waldökosysteme einwirkenden Faktoren gemeint sind. Besondere Bedeutung kommt dabei der Waldbewirtschaftung, Umweltverschmutzung (neuartige Waldschäden) und der Vernichtung der tropischen Regenwälder zu. Im Rahmen der angesprochenen Problemfelder werden Lösungsansätze beschrieben und diskutiert.

 

Dozent

Dr. agr. Michael Wibbe

m.wibbe(at)netcologne.de