Präsenzseminar "Luftgetragene Emissionen: Stadtluft" (Arbeitstitel)

 

Saubere Luft gehört zu den elementaren Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen. Der Schutz und die Verbesserung unserer Atemluft ist daher eine der vordringlichsten Aufgaben des Umweltschutzes.

 

Im Laufe der Zeit wechselten die relevanten Schadstoffe. In den 1960er Jahren waren es Ruß und grober Staub (Ziel: „Blauer Himmel über der Ruhr”), in den 1970er Jahren Schwefeldioxid (Problem: saurer Regen), später sommerlicher Photosmog mit der Leitsubstanz Ozon. Heute sind es vor allen Dingen Stickstoffoxide (NOx) und partikelförmige Luftverunreinigungen in den Großstädten bedingt durch ein immer stärker werdendes Verkehrsaufkommen. Nicht zuletzt führt auch der sogenannte „Dieselskandal“ zu einer heftigen Diskussion über die Luftqualität in unseren Städten.

 

Besonders betroffen sind die Bewohner von Ballungsgebieten in Deutschland, die häufig einer gesundheitsgefährdenden Luftbelastung ausgesetzt sind. Die Luft in unseren Städten ist in den letzten Jahren zwar immer besser geworden, aber besonders bei Stickstoffoxiden (NOx) und partikelförmigen Luftschadstoffen ist die Belastung nach wie vor hoch. Hierbei ist ein wesentlicher Verursacher dieser Luftbelastung der Straßenverkehr, auch wenn der Schadstoffausstoß von Pkw und Lkw in der Vergangenheit deutlich verringert wurde. Insbesondere an schlecht durchlüfteten Straßenzügen mit hohem Verkehrsaufkommen liegen die Immissionswerte für Stickstoffdioxide und partikelförmigen Luftschadstoffen mit einem Durchmesser unter 10 µm (PM10) in einem stark gesundheitsschädlichen Bereich. Die EU-Rahmenrichtlinie 2008/50/EG gibt für diese Schadstoffe strenge Grenzwerte vor. In Ballungsräumen, wo diese überschritten werden, sind im Rahmen von Luftreinhalte- und Aktionsplänen Maß­nahmen festzulegen, die zu einer wirksamen Verbesserung der Luftqualität führen.

 

Im Rahmen dieses Präsenzseminars sollen die verschiedenen Aspekte der Luftverunreinigungen am Beispiel von München aus unterschiedlichen Gesichtspunkten und Blickwinkeln erarbeitet und diskutiert werden.

Umweltwissenschaften | FernUniversität in Hagen | 58084 Hagen | Tel.: 02331 987-4927

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