infernum-Tag 2014

 

 

6. infernum-Tag am 20.10.2014 in Hagen

 

Beweise für zukunftsfähige Konzepte gesichert


NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zeichnet Studiengang Umweltwissenschaften aus

Unter dem Leitmotiv „TAT-ORT Nachhaltigkeit: Erfolgreiche Fälle aus der Praxis“ haben die FernUniversität in Hagen und das Fraunhofer-Institut UMSICHT als gemeinsame Anbieterinnen des Interdisziplinären Fernstudiums Umweltwissenschaften (infernum) bewiesen: Es gibt praxiserprobte Konzepte zur Nachhaltigkeit. Es ist möglich, ressourcenschonend zu leben und zu wirtschaften. Überzeugende Aussagen dazu ließen sich beim „infernum-Tag 2014“ sammeln.

 

 

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze

„Ort des Fortschritts“

Im Rahmen der Veranstaltung zeichnete die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze infernum persönlich als „Ort des Fortschritts“ aus. „Ort des Fortschritts“ ist eine Würdigung des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen für Forschungseinrichtungen, Projekte und Unternehmen, die technologische und soziale Innovationen hervorbringen – und damit als Pionierinnen und Pioniere des gesellschaftlichen Wandels gelten. „Wir können den Zustand der Umwelt nur dann nachhaltig verbessern, wenn wir fachübergreifend denken und handeln“, sagt die Ministerin. „Genau dort setzt infernum an: Berufstätige aus verschiedenen Branchen lernen hier, ganzheitliche Lösungen zum Wohl von Mensch und Natur zu entwickeln – Lösungen, die ökonomisch, ökologisch und sozial tragfähig sind.“

Über die Auszeichnung freut sich Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer als Rektor der FernUniversität in Hagen: „Wir sehen uns darin bestätigt, dass infernum als interdisziplinärer und berufsbegleitender Studiengang richtig konzipiert ist. Studierende haben die Möglichkeit, ihr ganz individuelles Profil herauszubilden. Sie können auf ihr Vorwissen aufbauen und vor allem um Fachkenntnisse erweitern. Als Absolventinnen und Absolventen sind sie dadurch qualifiziert, mit ihrem Wissen und ihren Kompetenzen aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung mitzuarbeiten.“

Prof. Dr. Görge Deerberg und Dr. Angela Oels nehmen die Auszeichnung von Wissenschaftsministerin Schulze entgegen.

Auch Prof. Dr. Görge Deerberg, Wissenschaftlicher Leiter des Fernstudiengangs infernum seitens Fraunhofer UMSICHT, begrüßt die Auszeichnung: „Es macht immer Freude zu sehen, dass eine Idee Früchte trägt. Im Jahr 2000 starteten 43 Studierende in dem berufsbegleitenden Fernstudiengang. Heute sind es bereits über 650 zugelassene Studentinnen und Studenten. Sehr gern unterstützen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Fraunhofer UMSICHT die fachliche Breite des Lehrangebots durch ihre Erfahrungen aus der Praxis und fördern die Interdisziplinarität. Denn nur über Fachgrenzen hinweg kann an den Schnittstellen gesellschaftlicher Aufgaben und Probleme gearbeitet werden.“

 

„infernum-Tag 2014“

Nach der Auszeichnung diskutierte Ministerin Svenja Schulze mit Prof. Deerberg, Rektor Hoyer und Prof. Dr. Anke Hanft (Universität Oldenburg) unter der Moderation des Journalisten Dr. Roman Stumpf (WDR) zum Thema „Für Nachhaltigkeit und Fortschritt: Weiterbildung interdisziplinär“. Der Trend ist klar: Der Bedarf an berufsbegleitender Weiterbildung steigt - und zwar auf Master-Niveau. Die Zahl der Studierenden an der FernUniversität zeigt es deutlich. Den Hochschulen stehen große Umwälzungsprozesse bevor.

Eine Forderung aus der Diskussion: Weiterbildung muss so hochflexibel sein, dass der Begriff Regelstudienzeit überflüssig werde. Ministerin Schulze ist sicher: „Die Hochschulen, die sich nicht auf Weiterbildung einstellen, werden schrumpfen.“ Allerdings, so ein Ergebnis auf dem Podium, müssen unter Umständen Rahmenbedingungen wie die Finanzierung angepasst werden.

Für weitere Erkenntnisse am Tatort Nachhaltigkeit sorgten die Impulsreferate aus der Praxis. Per Videokonferenzsoftware zugeschaltet war Monika Zimmermann, stellvertretende Generalsekretärin des internationalen Städtenetzwerkes ICLEI – Local Governments for Sustainability: „Städte müssen die Zusammenhänge zwischen der Versorgung mit Energie, Wasser, Lebensmitteln und vor allem Mobilität berücksichtigen. Städte müssen in geschlosseneren Kreisläufen produzieren und konsumieren.“

 

Schon viele Jahre setzt sich der Volkswirtschaftler Dr. Fred Luks von der Wirtschaftsuniversität Wien mit Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre auseinander. Er sagt: „Nachhaltigkeit ist ein Suchprozess und ist niemals abgeschlossen. An den Hochschulen erfüllt die Lehre eine wesentliche Funktion, um das Thema in die Gesellschaft zu transportieren. Der entscheidende Input erfolgt dabei über Studierende. Was sie im Kopf haben, wenn sie die Hochschule verlassen, kann notwendige Veränderungsprozesse anstoßen.“

 

Wie sich Nachhaltigkeit erfolgreich in unternehmerische Geschäftsprozesse integrieren lässt, sagte Lothar Hartmann vom ökofairen Versandhandel memo AG aus: „Wir setzen das Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich im Unternehmen um - von der Sortimentsgestaltung über die Logistik bis hin zum eigenen Ressourcenverbrauch und unserer Mitarbeiterpolitik. Denn aus unserer Sicht ist nachhaltiges Wirtschaften die beste Voraussetzung für dauerhaften Erfolg und eben nicht die kurzfristige Gewinnorientierung.“

 

 

Die besten Absolventinnen und Absolventen des infernum-Studiengangs wurden geehrt - auch von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. (Foto: Ilka Drnovsek)

Die Besten 2014

Der dritte Teil des infernum-Tages galt voll und ganz den Absolventinnen und Absolventen des Fernstudiums infernum: Christian Göpfert, ein herausragender Absolvent im vergangenen akademischen Jahr, stellte seine Masterarbeit zu kommunalen Klimaschutzkonzepten mit partizipatorischem Ansatz vor.

Anschließend erhielten die besten Absolventinnen und Absolventen einen von der Fraunhofer Academy ausgelobten Preis und das Angebot, ihre Arbeiten entweder zu veröffentlichen oder an einer Fachveranstaltung teilzunehmen.


Hier geht es zum Livestream
(verfügbar ab 20.10.2014)!

Umweltwissenschaften | FernUniversität in Hagen | 58084 Hagen | Tel.: 02331 987-4927

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