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M 8: Umweltpsychologie (Studienmaterialien im elektronischen Format, gedruckter Versand nur auf Anfrage)

Lehrziele

Nach dem Absolvieren des Moduls wissen die Studierenden, womit sich die Umweltpsychologie beschäftigt, auf welche Theorien sie sich stützt und welche Methoden sie anwendet. Sie kennen Besonderheiten der menschlichen Wahrnehmung und Informationsverarbeitung, die dazu führen, dass wir uns manchmal irrational verhalten. Sie verstehen grundlegend, inwiefern menschliches Verhalten vom Kontext abhängt – sowohl von der physischen Umwelt (Orte) als auch von der sozialen Umwelt (andere Menschen). Sie wissen, was umweltrelevantes Verhalten ist und wie man es misst. Sie verstehen, welche psychologischen Größen umweltrelevantes Verhalten beeinflussen und wie sie untereinander in Beziehung stehen. Sie wissen, wie psychologische Erkenntnisse dazu genutzt werden, umweltrelevantes Verhalten zu beeinflussen – und wie entsprechende Interventionen konzipiert, durchgeführt und evaluiert werden.

 

Inhalte

In der Einführung des Studienbriefs werden die zentralen Begriffe des Fachgebiets definiert und in Bezug zueinander gesetzt. Außerdem wird der Gegenstand der Umweltpsychologie vor dem Hintergrund ihrer Geschichte erläutert und eine Einführung in umweltpsychologische Theorien und Methoden gegeben. Ein anschließendes Grundlagen-Kapitel vermittelt einige Besonderheiten, die erklären, warum sich Menschen teilweise auch irrational – und damit schwer vorhersagbar – verhalten. Dabei geht es um bestimmte evolutionär entstandene Eigenheiten unserer Wahrnehmung und Informationsverarbeitung, um den Einfluss von Orten (Ortsbindung) und anderen Menschen (Gruppenprozesse, soziale Aspekte von Motiven) sowie um die Rolle von Routinen im Verhalten. Darauf aufbauend wird die Psychologie des Umweltschutzes dargestellt. Zunächst wird beschrieben, wie umweltrelevantes Verhalten von Menschen gemessen und modelliert werden kann. Es werden eine Reihe von Einflussgrößen auf umweltrelevantes Verhalten beschrieben, insbesondere Werte, Weltsichten, soziale Normen, Einstellungen (das sog. Umweltbewusstsein), nicht-rationale Motive, Gewohnheiten und Lebensstile. Es werden einige Theorien vorgestellt, die diese Größen für die Vorhersage umweltrelevanten Verhaltens in Bezug setzen. Danach wird thematisiert, welche Möglichkeiten bestehen, Menschen dabei zu helfen, ihr umweltrelevantes Verhalten zu ändern. Dabei werden Strategien beschrieben, die über die Vermittlung von zusätzlichen Informationen wirken, aber auch solche, die über eine Änderung der Verhaltenskonsequenzen wirken. Der Text schließt mit Überlegungen dazu, welche Faktoren zur Akzeptanz von psychologischen Interventionen im Umweltschutz beitragen und wie solche Interventionen möglichst effizient geplant und durchgeführt werden können. Im Text sind mehrere externe Ressourcen (insb. Videos) verlinkt, die bestimmte Konzepte und Zusammenhänge vertiefen.