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DIGITALE FEIERSTUNDE ZUM DEUTSCHLANDSTIPENDIUM

| Informationen für Studierende

Bereits zum zweiten Mal ist die infernum-Studentin Tanja Granzow Deutschlandstipendiatin – die digitale Übergabe der Stipendien fand am 7. Mai 2021 im Rahmen einer virtuellen Feierstunde statt.

Seit nunmehr zehn Jahren fördert das Deutschlandstipendium Studierende, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt – und zwar auch Studierende in weiterbildenden Masterstudiengängen, wie das Beispiel von Tanja Granzow zeigt: Das Deutschlandstipendium belohnt gute Noten und gesellschaftliches Engagement in Vereinen, Verbänden oder gemeinnützigen Organisationen. Dieses letztgenannte Kriterium unterscheidet das Deutschlandstipendium von vielen anderen Stipendien und machte es gerade aus diesem Grund besonders attraktiv für infernum-Studierende. Ein weiteres Kriterium ist auch die Fähigkeit, das Studium trotz Hindernisse in der eigenen Lebens- und/oder Bildungsbiografie zu meistern – dies haben auch die persönlichen Vorstellungen der Stipendiatinnen und Stipendiaten am vergangenen Freitag wieder bewiesen. Die einkommensunabhängige Förderung in Höhe von 300 € monatlich kommt je zur Hälfte vom Bund und von privaten Stiftern wie Institutionen, Unternehmen oder auch Privatpersonen.

In den vergangenen Jahren sind bereits mehrere infernum-Studierende für eine Förderung ausgewählt worden. Die Masterstudentin Tanja Granzow, die bereits im vergangenen Studienjahr gefördert wurde, wird im Studienjahr 2020/2021 erneut als Deutschlandstipendiatin gefördert. Damit ist sie eine von 34 Stipendiatinnen und Stipendiaten, die aus über 200 Bewerbungen ausgewählt wurde. Die Feierstunde zur „Übergabe“ der Stipendien durch die Rektorin Professorin Ada Pellert hat am 7. Mai 2021 digital stattgefunden.
 

Im Nachgang zur Auszeichnung hatten wir Gelegenheit zu einem Austausch mit Tanja Granzow, die mit ihrem beeindruckenden Lebenslauf für viele Studierende und Interessierte als Vorbild dienen kann.

 

infernum: „Frau Granzow, herzlichen Glückwunsch zum Deutschlandstipendium! Wie wird man Stipendiatin des Deutschlandstipendiums - und was hat man davon?“

Tanja Granzow: „Für das Deutschlandstipendium kann man sich selbst bewerben. Dazu benötigt man einen Lebenslauf mit entsprechenden Nachweisen wichtiger Stationen, ein Motivationsschreiben und Nachweise aus dem Studium bei infernum. Die Liste der Dokumente wirkt auf den ersten Blick lang, aber es ist absolut machbar – und zahlt sich im Erfolgsfall absolut aus! Wird man ausgewählt, erhält man für ein Jahr ein einkommensunabhängiges monatliches Stipendium in Höhe von 300 Euro, das vollkommen frei eingesetzt werden kann. Mir ermöglicht es zum Beispiel einen Teil der Studiengebühren zu finanzieren und die empirische Forschung, die ich für meine Masterarbeit durchführe. Aber es ist natürlich auch sehr motivierend zu wissen, dass man als Person ausgewählt und für förderwürdig befunden wurde. Neben der finanziellen Unterstützung ist es schön zu wissen, dass andere an meine Begabung glauben und diesen Lebensabschnitt begleiten. Denn finanziert wird das Stipendium nicht nur direkt vom BMBF, sondern zur Hälfte auch von Unternehmern, privaten Förderern und – in meinem Fall – der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e.V. Diese Fördernden und die anderen Stipendiat*innen kann man bei der jährlichen Ehrung dann auch persönlich kennenlernen, was ich sehr bereichernd fand.“

 

 

infernum: „Was glauben Sie – womit haben Sie die Gutachter*innen der Auswahlkommission letztlich überzeugt?“

Tanja Granzow: „Ich bin sehr vielseitig interessiert und habe entsprechend in meinem bisherigen Leben schon einiges ausprobiert: Im Erststudium habe ich Ethnologie studiert, dann in der humanitären Nothilfe gearbeitet, anschließend in Friedens- und Konfliktforschung promoviert. Ich bin Waldpädagogin und Rettungssanitäterin. Auslandsaufenthalte haben mich länger auf die Philippinen, nach Ägypten, Syrien und Haiti geführt, zu sozialen, politischen und humanitären Projekten, zum Auslandsstudium und in die Forschung. Ich bin immer leidenschaftlich gereist, habe versucht, mich dort zu engagieren, wo ich war, und bin immer neugierig geblieben. Eine gute Freundin hat mich einmal als „intrinsisch begeisterungsfähig“ bezeichnet, ich glaube, das trifft es ganz gut: Ich habe alles, was ich gemacht habe, immer aus Begeisterung gemacht, nie aus Berechnung oder Nutzenabwägung. Das bin nicht ich. Und ich hoffe, dass ich die Gutachter*innen damit überzeugen konnte. Ich studiere auch „infernum“ aus dieser grundlegenden Leidenschaft heraus und bin überzeugt, ich kann die Studieninhalte jetzt und später sinnvoll und konstruktiv einsetzen.“  

 

infernum: „Sie wurden ja jetzt zum zweiten Mal ausgewählt: Welche Tipps würden Sie künftigen Bewerber*innen mit auf den Weg geben?“

Tanja Granzow: „Das Wichtigste ist meiner Meinung nach sich einfach zu trauen, sich zu bewerben! Wer mit großer Begeisterung und ja auch nicht wenig Aufwand „infernum“ studiert, hat einiges für sich anzuführen, da bin ich überzeugt. Die anderen Stipendiat*innen kennenzulernen, hat mir zudem noch einmal deutlich gemacht, wie divers auch diese Gruppe ist und wie vielseitig die Begabungen und Interessen: tolle Musiker*innen, Sportler*innen, sozial engagierte Menschen, Menschen, die sich besonderen Herausforderungen gestellt haben und sie selbstbewusst meistern – es ist einfach eine absolut spannende Mischung.

Dass ich zum zweiten Mal ausgewählt wurde, erfüllt mich wirklich mit Stolz: Ich bin Erstakademikerin und viele Schritte auf meinem Bildungs- und Lebensweg waren nicht ganz einfach. Was mich immer wieder motiviert und mir wirklich Vieles ermöglicht hat, waren inhaltliche und, ja, auch finanzielle Impulse. Sie haben mir mehr Freiheit für meine Entscheidungen gegeben und meinen Werdegang in jedem Fall bereichert.
Allen, aber insbesondere anderen Erstakademiker*innen, würde ich daher in jedem Fall zur Bewerbung raten.“

 

Der nächste Bewerbungszeitraum startet am 15. Juli und läuft bis zum 31.08.2021. Alle Informationen zum Deutschlandstipendium finden Sie auf den Seiten der  FernUniversität in Hagen.

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