• Die Ökonomie natürlicher Ressourcen [Inhalt]
  • Ökonomische Aspekte nachhaltiger Entwicklung  [Inhalt]
  • The Economics of International Environmental Problems [Inhalt]

Natürliche Ressourcen werden in erschöpfliche und regenerierbare (erneuerbare) Rohstoffe unterteilt. Zur ersten Gruppe gehören z. B. traditionelle Energieträger wie Öl, Kohle oder Erdgas. Zur zweiten Gruppe zählen z. B. Wald- und Fischbestände. In diesem Modul sollen die Möglichkeiten des Marktmechanismus, natürliche Ressourcen schonend und weitschauend zu bewirtschaften, differenziert betrachtet werden. Dabei sollen Defizite identifiziert und die Möglichkeiten und Probleme korrigierender staatlicher Eingriffe herausgearbeitet werden.

Das Schlagwort von der nachhaltigen Entwicklung hat in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Hochkonjunktur. Wie so oft, geht jedoch mit der Hochkonjunktur eine gewisse Inflationierung einher. Jeder scheint unter diesem unscharfen Konzept etwas anderes zu verstehen. In diesem Modul soll der Versuch unternommen werden, den Begriff aus der Sicht der Ökonomie zu präzisieren. Dabei wird zunächst das Verhältnis zwischen Nachhaltigkeit und dem traditionellen wirtschaftspolitischen Leitbild der sozialen Wohlfahrtsmaximierung untersucht. Schließlich werden mögliche Instrumente einer nachhaltigkeitsorientierten Politik und Indikatoren einer nachhaltigen Entwicklung vorgestellt und diskutiert.

Internationale Umweltprobleme, wie das Problem der globalen Erderwärmung aufgrund von Treibhausgasen, die Versauerung von Böden und Seen durch Schwefel und Stickoxide sowie die Verringerung der Ozonschicht verursacht durch FCKWs, stellen typische negative Externalitäten dar. So verursachen die Emissionen, die von einem Land ausgestoßen werden, nicht nur in diesem, sondern auch in anderen Ländern Umweltschäden. Daher ginge die Internalisierung dieser Externalitäten mit einem globalen Wohlfahrtsgewinn einher. Allerdings ist die Implementierung von kooperativen Lösungen zwischen Staaten äußerst schwierig. Im Gegensatz zu nationalen Umweltproblemen, bei denen Regierungen (zumindest unter Idealbedingungen) Vermeidungsmaßnahmen beschließen und auch umsetzen können, gibt es im Kontext internationaler Umweltprobleme keine supranationale Institution, die internationale Umweltabkommen (IUA) durchsetzen kann. Die wesentlichen Ziele, die in diesem Kurs verfolgt werden, sind 1) die Identifizierung und Analyse von Problemen bei der Implementierung internationaler kooperativer Arrangements und 2) die Diskussion von Maßnahmen, um voll- oder teilkooperative Lösungen zu etablieren, um internationale Umweltprobleme zu lösen bzw. deren negative Auswirkungen abzuschwächen. Der Kurs gibt einen Überblick über die theoretische und empirische ökonomische Literatur der letzten 15 Jahre zu diesem Thema. Besonders wird die Anreizstruktur von Staaten einem IUA beizutreten und dessen Vertragsbestandteile zu erfüllen analysiert. Darüber hinaus beschäftigt sich der Kurs mit den Kosten und Nutzen von nicht-kooperativem und kooperativem Verhalten von Regierungen. Um das Lernziel zu erreichen, wird eine Einführung in und ein Überblick über die spieltheoretische Literatur sowie Kosten-Nutzen-Studien gegeben. Fragen, die in diesem Kurs angesprochen werden, sind zum Beispiel: a) Wie wirkt sich das Design eines IUA auf dessen Erfolg aus? b) Welche Faktoren beeinflussen die Stabilität eines IUA? c) Wie viele und welche Länder werden einem IUA beitreten und wovon hängen die Beitritte ab? d) Welche Politikinstrumente sollten verwendet werden, um die innerhalb von Verhandlungen erzielten Vereinbarungen zu implementieren, die zur Unterzeichnung und Ratifikation eines IUA führen? e) Warum finden sich derzeit noch viele ineffiziente Politikinstrumente innerhalb von bestehenden IUA? f) Warum wurden monetäre Transfers in der Vergangenheit kaum genutzt, um die Teilnahme an einem IUA zu erhöhen? g) Warum kamen dagegen Real-Transfers viel häufiger zum Einsatz? h) Kann die Verknüpfung eines IUA mit anderen Politikfeldern ein Substitut für monetäre Transfers sein und kann eine solche Verknüpfung hilfreich sein, wenn es darum geht, ein Umweltabkommen umzusetzen bzw. die Teilnahme daran zu erhöhen? i) Welche Möglichkeiten gibt es, Vertragsverstöße zu sanktionieren, um die Vertragseinhaltung zu gewährleisten? j) Sollte der Beitritt zu einem IUA für alle möglich sein (offene Mitgliedschaft) oder eingeschränkt werden (exklusive Mitgliedschaft)? k) Sind IUA erfolgreicher, die eine starke Teilnahme aufweisen, jedoch geringe Vermeidungsziele im Konsens vereinbaren, als solche mit wenigen Mitgliedern, bei denen sich die Mitglieder auf anspruchsvolle Ziele einigen? l) Ist es eine sinnvolle Strategie, wenn einzelne Staaten unilaterale Vermeidungsmaßnahmen implementieren, mit der Absicht, ihre Vorreiterrolle könne andere Staaten zur Nachahmung animieren? m) Können existierende IUA als effektiv bezeichnet werden, was bedeutet, dass sie Vermeidungsziele verfolgen, die über denen liegen, die sich bei nicht-kooperativem Verhalten sowieso ergäben? Obwohl alle diese Fragen im Kontext der existierenden wissenschaftlichen Literatur diskutiert werden, ist der Kurs nicht technisch gestaltet und nur geringe Grundkenntnisse der Mathematik sind für das Verständnis notwendig. Viele Beispiele werden verwendet, um die Diskussion zu veranschaulichen und Übungsaufgaben sollen dem Leser den Einstieg in die Materie erleichtern und zum selbständigen Denken anregen.


Betreuerin:
Dr. Bianca Rundhagen

Tel. 0 23 31 – 987 44 53
Bianca.Rundshagen(at)Fernuni-Hagen.de

Geltende infernum-Prüfungsordnung

Alte Prüfungsordnung vom 11.04.2005

Neue Prüfungsordnung vom 31.05.2011

Lehrformen

  • Gedruckter Studienbrief mit Übungsaufgaben zur Selbstkontrolle

  • Gedruckter Studienbrief mit Übungsaufgaben zur Selbstkontrolle

  • Zusätzliche Literatur online imBSCW-Server, die im Selbststudium zu bearbeiten ist

Voraussetzungen

Grundkenntnisse im Bereich Umweltökonomie oder Modul 4: „Umweltökonomie 1“

Andere Studiengänge

Sinnvoll für alle umwelt- und wirtschaftswissenschaftlich orientierten Studiengänge

Voraussetzung für die Vergabe der Leistungspunkte

  • Erfolgreiche Bearbeitung der Einsendeaufgabe

  • Erfolgreiche Bearbeitung der Einsendeaufgabe

  • Selbstständige Bearbeitung des Zusatzmaterials

Anzahl Leistungspunkte

4 Credits

5 Credits

Arbeitsaufwand

120 Arbeitsstunden

150 Arbeitsstunden

Kosten

390 €

550 €