Berufsaussichten von Absolvent/inn/en der Umweltwissenschaften
Die Bedeutung des Umweltschutzes hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten stark zugenommen. Umwelt-Aufgaben werden derzeit durch den Nachhaltigkeitsgedanken gestärkt und als Einheit mit ökonomischer und gesellschaftlicher Entwicklung begriffen.
Nur interdisziplinär weitergebildete Fachleute können die aktuellen Herausforderungen einer umweltfreundlichen Wirtschaftsentwicklung und des Strukturwandels erkennen und nachhaltige umweltfreundliche Lösungen erarbeiten. Die Auswertung der Stellenangebote im Umweltbereich der letzten Jahre (durch den „Wissenschaftsladen Bonn“) zeigt einen Nachfragetrend zu Fachleuten mit fachübergreifenden Qualifikationen. Es werden vermehrt Fachkräfte gesucht, die einen interdisziplinären Bildungsweg vorweisen und selbständig arbeiten können. Z. B.: „Mittelständische Unternehmen leisten sich oft keinen ausgebildeten Umweltjuristen, sondern suchen einen Umweltingenieur, der auch anfallende juristische und kaufmännische Aufgaben mitbearbeitet.“ (Quelle: arbeitsmarkt Umweltschutz und Naturwissenschaften, 18/2006, S. V)
Beim Natur- und Gewässerschutz, ökologischen Gebäuden, innovativer Energieversorgung, der Entwicklung und Umsetzung von Entsorgungskonzepten in Unternehmen, der Sanierung von Altlasten, in der Politikberatung und in der wissenschaftlichen Forschung werden interdisziplinär ausgebildete Umweltwissenschaftlerinnen und Umweltwissenschaftler benötigt. Die potenziellen Einsatzfelder der infernum-Absolvent/inn/en liegen in Unternehmen, Organisationen und Wirtschaftsverbänden, in Lehreinrichtungen, in Forschungsanstalten und in der öffentlichen Verwaltung.
Als Tätigkeitsfelder kommen in Frage:
- Natur- und Umweltschutzbehörden
- Land-, Forst- und Wasserwirtschaftsämter
- Umweltmanagement in Unternehmen
- Innovative Umweltforschung in Unternehmen
- Mitarbeit in Gutachter-, Planungs- und Beratungsbüros im Umweltbereich
- Beratung und Planung in politischen Organisationen
- Forschung und Lehre in umweltschutzbezogenen Bereichen der Wissenschaft
- Lehre in Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen
- Leitung und Mitarbeit in Verbänden, Vereinen, Stiftungen, Körperschaften und Nichtregierungsorganisationen mit der Ausrichtung auf Umweltschutz
- Selbständigkeit mit umweltbezogenen Dienstleistungen und Produkten
Der „Wissenschaftsladen Bonn“ hat die Umweltstellenangebote für das Jahr 2005 untersucht. In den drei Grafiken rechts sind die Gesamtanzahl und die Tätigkeitsbereiche der Stellenangebote ausgewertet.
Wir bedanken uns für die zur Verfügung gestellten Abbildungen beim „Wissenschaftsladen Bonn“ (http://www.wilabonn.de). | |