Präsenzseminar "Low Carbon Industry" 05.-06.05.2017 in Münster

Vor dem Hintergrund des Klimaabkommens von Paris (2015) ist in Wissenschaft, Zivilgesellschaft und auch zahlreichen Unternehmen ein intensiver Diskurs um eine „Dekarbonisierung" der energieintensiven Industrie entstanden.

Diese Industrien, d.h. vor allem Stahlerzeugung, Grundstoffchemie, Aluminiumindustrie, Glas-, Papier- und Zementherstellung sind wichtige Säulen der deutschen Wirtschaft, die auch ohne die Energiewende einem starken Anpassungsdruck im internationalen Wettbewerb unterliegen. Gleichzeitig sind diese Industriezweige verantwortlich für einen großen Teil der globalen Energie- und Ressourcenumsätze sowie der Treibhausgasemissionen. Denn diese Branchen produzieren die Grundstoffe für Infrastrukturen, Gebäude, Maschinen und Konsumgüter.

In Europa baut der Diskurs um den Umbau der Industrie vor allem auf der Low Carbon Economy Roadmap der Europäischen Kommission von 2011 und den diesbezüglichen Reaktionen wichtiger energieintensiver Branchen, die jeweils eigene branchenbezogene Roadmaps entwickelten, auf. Dabei werden sowohl technische Strategien (wie eine konsequentere Kreislaufwirtschaft, eine stärkere Nutzung biobasierter (nachwachsender) Materialien und eine Elektrifizierung mit Strom aus erneuerbaren Energien) als auch politische Instrumente und die Auswirkungen von Megatrends (z.B. demografischer Wandel, Industrie 4.0) diskutiert.

Um die Transformation dieses zentralen soziotechnischen Systems richtungssicher gestalten zu können, ist eine systematische Vorausschau auf zukünftige Entwicklungen mit verschiedenen Zeithorizonten und mit verschiedenen inhaltlichen Fokussierungen erforderlich. Szenarien und andere Instrumente der Zukunftsvorausschau haben eine wichtige Bedeutung in der Politikformulierung.

Vor diesem Hintergrund soll das modulübergreifende Präsenzseminar „Low Carbon Industry" die Verwendung verschiedener in diesem Zusammenhang genutzter Methoden aufzeigen und ihre theoretische Begründung erarbeiten. Im Rahmen eines Szenarioexperiments, das den praktischen Teil der Veranstaltung darstellt, wird eine konkrete qualitative Szenarioanalyse durchgeführt.

Umweltwissenschaften | FernUniversität in Hagen | 58084 Hagen | Tel.: 02331 987-4927

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