M 07: Transnationales Regieren

 

 


 

In diesem Modul geht es um das Phänomen der Transnationalisierung in der globalen Umwelt- und Nachhaltigkeitsgovernance. Darunter ist die Tatsache zu verstehen, dass private Akteure (z.B. NGOs, Unternehmen) zunehmend in die Rolle von Regierungsbeteiligten hineinwachsen. Gerade in den diversen Regelungsbereichen der globalen Umweltpolitik spielen zivilgesellschaftliche Akteure und transnationale Unternehmen eine zunehmend wichtige Rolle. Dies zeigt sich etwa in der steigenden Zahl privater (Selbst-) Regulierungsinitiativen für eine nachhaltigere Fischerei, fairen Handel, nachhaltige Forstwirtschaft oder ökologische Landwirtschaft. Diese Entwicklung führt zu einer vielschichtigen Regelungsstruktur, die in den diversen Anwendungsbereichen teils sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Diese neue Komplexität transnationalen Regierens führt nicht zuletzt zu der Frage nach der Rolle des Staates und der Legitimität (teil-)privatisierter Regelungsstrukturen.

 

Das Modul gliedert sich in einen Studienbrief („Transnationales Regieren“) sowie eine aufgezeichnete Video-Vorlesungsreihe. Im Studienbrief (Kurseinheit 1) erhalten die Studierenden eine Einführung in die grundlegenden Konzepte des transnationalen Regierens. Die Videovorlesungsreihe (Kurseinheit 2) gibt einen Überblick über ausgewählte Anwendungsfelder transnationaler Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik.

 

Der Studienbrief zum Transnationalen Regieren gliedert sich in 5 Kapitel:

Im Anschluss an die Einleitung (Kapitel 1) werden in Kapitel 2 die historischen Vorläufer des transnationalen Regierens herausgearbeitet. Es wird aufgezeigt, dass es sich nicht um ein in der Geschichte vollkommen neues Phänomen handelt.

In Kapitel 3 werden die konzeptionellen Grundlagen des Transnationalen Regierens erarbeitet und die Leitfragen hergeleitet, die das gesamte Modul wie ein roter Faden durchziehen (bis hin zu den Übungsaufgaben am Schluss). Zunächst wird das Konzept des Transnationalen Regierens vom breiteren Konzept des „Globalen Regierens“ abgegrenzt.

In einem zweiten Schritt wird eine Typologie entwickelt, die unterschiedliche Formen des Zusammenspiels öffentlicher und privater Akteure erfasst. Es werden verschiedene mögliche Erklärungsansätze für die Entstehung des Transnationalen Regierens diskutiert sowie ein Raster zur normativen Bewertung transnationaler Governancearrangements entwickelt.

In Kapitel 4 werden die Akteure transnationalen Regierens voneinander abgegrenzt und die generelle Entwicklung dieser Akteure veranschaulicht.

Das 5. Kapitel bildet den Übergang zum empirischen Anwendungsfeld Umwelt: Hier werden zwei Beispiele transnationalen Regierens im Umweltbereich (Regulierung der Versenkung von Offshore-Anlagen; Global Reporting Initiative) diskutiert und im Lichte der theoretischen Grundlagen analysiert und bewertet.

 

Der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich bietet sich in ausgezeichneter Weise an, das Phänomen des Transnationalen Regierens anhand von Beispielen zu illustrieren: In der Videovorlesungsreihe werden empirische Beispiele für Transnationales Regieren in unterschiedlichen Teilbereichen der Umwelt- und Nachhaltigkeitsgovernance aufgezeigt. Die betrachteten Anwendungsfelder sind die Klimapolitik (in der Einführung), die globale Agrar- und Nahrungsmittelgovernance, die globale Biodiversitätsgovernance, die globale Wald- und Forstpolitik, die Fischereipolitik, die Wassergovernance, die Entwicklungspolitik, die Ressourcenpolitik sowie der Prozess zur Festlegung einer Norm zur gesellschaftlichen Verantwortung (CSR)."

 

 





 

Umweltwissenschaften | FernUniversität in Hagen | 58084 Hagen | Tel.: 02331 987-4927

Betreuerin

 

Sonja Vieten

sonja-regina.vieten(at)web.de

weitere Infos...


Rückfragen bitte an die infernum-Koordination:
Tel.: 02331 987-4927 

infernum@fernuni-hagen.de