M 20: Landnutzung und Umwelt

 

Das Modul Landnutzung und Umwelt vermittelt umfassendes Wissen über die Nutzungsformen von Land und Boden sowie den damit verbundenen umweltbezogenen Belastungen. Im Vordergrund stehen dabei landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Produktionssysteme. Zentrale Bedeutung hat in diesem Zusammenhang jedoch auch der Schutz des Bodens selbst und die Formen und Möglichkeiten, mit denen sowohl innerhalb als auch außerhalb von land- und waldbaulich genutzten Flächen Naturschutz gestaltet werden kann.

Landwirtschaft

Besonders die industriemäßig betriebene landwirtschaftliche Produktion ist zunehmend auch mit Belastungen für die Umwelt verbunden. Zunächst wird ein Überblick über die möglichen Beeinträchtigungen der Umwelt durch die Landwirtschaft gegeben, der im Wesentlichen die großen Umweltgüter Boden, Wasser, Luft sowie den Natur- bzw. Ökosystem- und Artenschutz berücksichtigt. Spezielle Fragestellungen innerhalb der Schnittflächen zwischen Landwirtschaft, Umwelt, Naturschutz und Ökologie werden anschließend anhand der einzelnen landwirtschaftlichen Anbausysteme vergleichend untersucht. Darauf aufbauend werden Maßnahmen und Ziele einer umweltgerechten Landwirtschaft erörtert und deren Effekte anhand des biologischen und integrierten Landbaus untersucht. Globale Aspekte und die Bedeutung des Umweltschutzes für die tropische und subtropische Landwirtschaft werden in zusätzlichen Kapiteln behandelt.

Forstwirtschaft

Wälder stellen sowohl regional als auch global in vielerlei Hinsicht die wichtigsten Ökosysteme bzw. Ökozonen dar. Ihre Rolle als ‚photosynthetische Kohlenstoffsenke‘ gilt allgemein als die wichtigste, aber bei weitem nicht einzige Funktion. Zwischen Wald und Umwelt kommt es zu vielfachen Wechselwirkungen, wobei Wälder fast alle Umweltparameter beeinflussen und die Umwelt ihrerseits weitreichende Auswirkungen auf Lebensprozesse in Wäldern hat. Zunächst werden die vielfältigen Einflüsse des Waldes auf die verschiedenen Bereiche von Umwelt dargestellt. Im Anschluss daran geht es um die Bedeutung von Waldökosystemen in den einzelnen Klimazonen. Darauf aufbauend werden die verschiedenen Einflüsse der Umwelt auf den Wald erörtert, wobei alle von außen auf die Waldökosysteme einwirkenden Faktoren gemeint sind. Besondere Bedeutung kommt dabei der Waldbewirt­schaftung, Umweltverschmutzung (neuartige Waldschäden) und der Vernichtung der tropischen Regenwälder zu. Im Rahmen der angesprochenen Problemfelder werden Lösungsansätze beschrieben und diskutiert.

Naturschutz

Ziel und Anliegen des Naturschutzes ist es, den als Folge von Belastungen des Naturhaushalts und der Ökosysteme auf­getretenen Schäden entgegenzuwirken, aber auch präventiv wirksam zu werden. Geschädigt sind mittlerweile allerdings nicht nur einzelne Ökosysteme, sondern auch die Biosphäre als Ganzes. Schutz der Natur erfordert Denken und Handeln auf unterschiedlichsten Ebenen, da nur fundierte Rahmenkonzeptionen, die möglichst viele der beteiligten Faktoren berücksichtigen, erfolgversprechend sein können. Nach einer einleitenden Standortbestimmung werden zunächst die unterschiedlichen Zielfelder des Natur­schutzes wie Artenschutz, Biodiversität und Schutz von Ökosystemen oder Biotopen vergleichend dargestellt. Darauf aufbauend geht es um die Beziehung zwischen Mensch und Natur, wobei im Einzelnen die besonders problematischen Berührungspunkte wie Siedlungswesen, Verkehrswesen, Bodenschätze, Freizeit und Tou­rismus im Mittelpunkt stehen. Abschließend werden die theoretischen Überlegungen an ausgewählten Ökosystem­gruppen (Feuchtbereiche, trocken-magere Bereiche, Binnengewässer und montane Regionen) beispielhaft diskutiert.

Bodenschutz

Boden als belebter oberster Teil der Erdkruste stellt neben Wasser und Luft das dritte Umweltmedium dar, welches für das Leben auf der Erde unentbehrlich ist. Wie Wasser und Luft ist auch Boden eine nicht vermehrbare und künstlich nicht herstellbare Ressource. Boden ist in der Regel ein System von vielen verschiedenen Komponenten, auf die eine Vielzahl von exogenen und endogenen Faktoren einwirken. Vor diesem Hintergrund wird zunächst die Frage, was Boden ist, welche Ausprägungen er haben kann und wie Böden und deren Eigenschaften zu charakterisieren sind, behan­delt. Anschließend werden die Funktionen der Böden in den verschiedenen Naturräumen erörtert. Darauf aufbauend schließt sich das Thema Bodenschutz und damit die potentiellen oder bereits vorliegenden Veränderungen, Belastungen, Schädigungen und Zerstörungen von Bödenflächen an. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die globale Boden­zerstörung durch Bodenabtrag (Erosion), Devastierung und Versalzung sowie die Probleme, die durch die Konta­mination mit human- oder ökotoxikologisch problematischen Stoffen oder Stoffgruppen hervorgerufen werden. Abschließend werden die heute bestehenden Möglichkeiten des Bodenschutzes dargestellt, wobei sich die Maßnahmen an den zuvor geschilderten Problemfeldern orientieren.

Umweltwissenschaften | FernUniversität in Hagen | 58084 Hagen | Tel.: 02331 987-4927

Betreuer

 

Dr. Michael Wibbe

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