M 15: Energie 2: Vertiefung

 

 

 

Das Modul Energie 2 vermittelt den Studierenden die notwendigen Arbeitsansätze und Kenntnisse, um im unmittelbaren privaten und/oder beruflichen Umfeld bei der Energieversorgung etwas zu bewegen. Es werden insbesondere die Herangehensweise an die Energieanalyse sowie die Bewertung von und die Auswahl aus Alternativen zur Energieversorgung anhand von Aspekten aus dem unmittelbaren Lebens- und Arbeitsumfeld der Studierenden erarbeitet. Hierbei werden auch Plausibilitätskontrollen, das Messen von Energieverbrauch und die Berücksichtigung der Umsetzbarkeit von Modifikationen in technischer, organisatorischer und menschlicher Sicht diskutiert. Das Modul geht auf drei Ansatzpunkte des aktiven Klimaschutzes ein:

 

Analyse von Energieerzeugungsanlagen

Hierzu wird das methodische Instrument der Energieanalyse, insbesondere der betrieblichen Energieanalyse vorgestellt. Durch einen rationellen Energieeinsatz können ohne Verlust an Komfort, Qualität und Funktionalität der Primärenergiebedarf gesenkt, die Emissionen verringert und die Kosten reduziert werden. Eine Energieanalyse soll Einsparpotenziale aufdecken und Lösungsansätze entwickeln, wie der Energieeinsatz verbessert werden kann. Aufbauend auf die VDI Richtlinie 3922 wird aufgezeigt, welche Arbeitsschritte eine Energieanalyse beinhalten muss. Es werden Vorteile beschrieben und auf Hemmnisse bei der Durchführung aufmerksam gemacht. Die Vorgehensmethodik wird aufgezeigt.

 

Regenerative Energieversorgung

Regenerative Energien decken heute erst zu einem geringen Prozentsatz den Energiebedarf in Deutschland. Dass der Anteil in Zukunft steigen wird, ist unstrittig und politisch promoviert. Welche regenerativen Energien zu welchem Anteil und mit welcher Technik den Bedarf decken werden, ist jedoch je nach Sichtweise, Interessenlage etc. Gegenstand teilweise hitziger Diskussionen. Im Gegensatz zu vielen konventionellen Energieerzeugungstechniken, die weitestgehend ausgereift sind bzw. nur geringe weitere technische Entwicklungspotenziale aufweisen, gibt es bei den regenerativen Energien große Entwicklungssprünge. Ein naheliegender Grund hierfür ist, dass einige Verfahren noch in den Anfängen stecken und aktuelle Planungs- und Betriebserfahrungen permanent in neuen Entwicklungen umgesetzt werden. Konkurrierende technische Verfahren sind zu bewerten. Der Zusammenhang zwischen Ökologie und Ökonomie wird hierbei nicht außer Acht gelassen. Möglichkeiten und Grenzen regenerativer Energien werden aufgezeigt. Hierzu wird ein Überblick über Potenziale, verfügbare Technologien, Kosten und Kostendegressionen und Weiterentwicklungen im Bereich der regenerativen Energien gegeben, aber auch die technisch-wirtschaftliche Einordnung in die Energiewirtschaft erläutert. Hierzu wird ein mehrschichtiger Beschreibungsansatz gewählt: Erläuterung grundlegender Begriffe, Darstellung und Diskussion regenerativer Energiequellen weltweit und deutschlandweit sowie Technologien zur Nutzung regenerativer Energien.

 

Energie-Effizienz-Technologien

Verschiedene Gruppen von Energie-Effizienz-Technologien sind zu unterscheiden. Bevor die Energie-Effizienz-Technologien vorgestellt werden, wird das Konzept der Exergie zur Bewertung technischer Systeme erläutert. Eine Gruppe von Energie-Effizienz-Technologien besteht aus der Weiterentwicklung, Verbesserung und Optimierung bestehender Systeme. Zu einer anderen Gruppe gehören Effizienz-Technologien, die einen Technologiesprung beinhalten, der auch zu veränderten Eigenschaften führt. In einer dritten Gruppe werden Technologien entwickelt, die bspw. bisher nicht genutzte Energieströme nutzbar machen. Zu einer vierten Gruppe gehören Technologien, die augenscheinlich keine Energieeinsparung bringen, also keine Effizienzsteigerung an der Anlage selbst. Sie dienen jedoch dem Energiesystem im Ganzen als Effizienzmaßnahme. Um dorthin zu gelangen, werden elektrische Lastgänge und die sich daraus ergebenden Notwendigkeiten zum Netzausgleich erläutert. Die Technologie der elektrischen bzw. thermischen Speicher wird anschließend dargestellt. Den Abschluss bildet ein Exkurs zur Elektromobilität. Hierbei handelt es sich um einen Technologiesprung aus der zweiten oben genannten Gruppe.

Umweltwissenschaften | FernUniversität in Hagen | 58084 Hagen | Tel.: 02331 987-4927

Betreuerin Analyse von Energieerzeugungsanlagen

 

Annedore Kanngießer

weitere Infos...

annedore.kanngiesser(at)umsicht.fraunhofer.de

Betreuer Regenerative Energien

 

Prof. Dr.-Ing. Christian Dötsch

Tel: 0208 85981195

Fax:0208 85981423

weitere Infos...

christian.doetsch(at)umsicht.fraunhofer.de

Betreuerin

 

Astrid Pohlig

weitere Infos...

astrid.pohlig(at)umsicht.fraunhofer.de