M 08: Umweltpsychologie

 

 


 

Das Modul besteht aus einem Studienbrief und einem Reader. Der Studienbrief enthält zwei Teile, denen eine Einführung vorangestellt ist. In der Einführung werden die zentralen Begriffe des Fachgebiets definiert und in Bezug zueinander gesetzt. Außerdem wird der Gegenstand der Umweltpsychologie vor dem Hintergrund ihrer Geschichte erläutert. Die Einführung schließt mit einer Beschreibung der in der Umweltpsychologie genutzten allgemein-psychologischen sowie einiger spezifisch umweltpsychologischer Methoden.

 

Im ersten Teil dieses Studienbriefs wird die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt thematisiert. Zunächst geht es um die psychophysischen Aspekte dieser Beziehung – also darum, wie Menschen ihre Umwelt wahrnehmen und welche Prozesse bei der Bewertung der Umwelt eine Rolle spielen. Außerdem wird beschrieben, wie bestimmte Umwelteinflüsse (z. B. Lärm) auf das menschliche Wohlbefinden wirken und wie Menschen mit Umweltgefahren und -katastrophen umgehen. Weiterhin wird beschrieben, wie räumliche Informationen genutzt werden – wie sich Menschen also neue Räume erschließen und sich darin zurechtfinden. Danach werden soziale Aspekte der Mensch-Umwelt-Beziehung thematisiert. Dabei geht es darum, wie Menschen ihre Umwelt in Abhängigkeit davon erleben, wie sich ihre Mitmenschen verhalten – aber auch darum, wie bestimmte Umwelten einen Einfluss darauf nehmen, wie Menschen sich in sozialen Situationen verhalten. Die ersten Abschnitte thematisieren vor allem menschliches räumliches Verhalten – also Fragen danach, welcher Abstand zu anderen Menschen als unangenehm empfunden oder für bestimmte Situationen optimal ist, was Territorien für uns bedeuten, wie wir physische sowie soziale Dichte und Beengung erleben, oder wie bestimmte Umgebungen menschliches Verhalten beeinflussen. Weiterhin wird beschrieben, was es bedeutet, in Städten zu leben, was Wohnen bedeutet und was Mobilität für Menschen bedeutet – sowohl im Alltag als auch in Bezug auf ihren Wohnort.

 

Im zweiten Teil des Studienbriefs thematisiert die Psychologie des Umweltschutzes. Dabei wird zunächst beschrieben, wie umweltrelevantes Verhalten von Menschen gemessen und modelliert werden kann. Es werden eine Reihe von Einflussgrößen auf umweltrelevantes Verhalten beschrieben, insbesondere Werte, Weltsichten, soziale Normen, Einstellungen (das sog. Umweltbewusstsein), nicht-rationale Motive, Gewohnheiten und Lebensstile. Es werden einige Theorien vorgestellt, die diese Größen für die Vorhersage umweltrelevanten Verhaltens in Bezug setzen. Danach wird thematisiert, welche Möglichkeiten dafür bestehen, Menschen dabei zu helfen, ihr umweltrelevantes Verhalten zu ändern. Dabei werden Strategien beschrieben, die über die Vermittlung von zusätzlichen Informationen wirken, aber auch solche, die über eine Änderung der Verhaltenskonsequenzen wirken. Der zweit Teil schließt mit Überlegungen dazu, welche Faktoren zur Akzeptanz von psychologischen Interventionen im Umweltschutz beitragen und wie solche Interventionen möglichst effizient geplant und durchgeführt werden können.

 

Der Reader „Umweltpsychologie“ liefert aktuelle Texte zu theoretischen, methodischen und empirischen Aspekten der Mensch-Umwelt-Beziehung und zur Psychologie des Umweltschutzes.

 

 

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