M 04: Umweltökonomie

 

 


 

In diesem Modul werden die Grundlagen für ein Studium umweltökonomischer Zusammenhänge gelegt. Der mikroökonomische Teil behandelt die Theorie der Firma und die Theorie des Haushalts sowie die Grundelemente des Marktgeschehens und ihr Zusammenwirken. Im makroökonomischen Teil geht es insbesondere um die volkswirtschaftliche Rechnungslegung als Grundlage der sozialen Wohlfahrtsmessung. Zudem bietet dieses Modul eine Einführung in dynamische makroökonomische Modelle.

Aus ökonomischer Sicht liegt die Ursache des Umweltproblems darin, dass die Betreiber von umweltbelastenden Aktivitäten Kosten bei Dritten verursachen (insbesondere durch Emissionen), die sie bei der Entscheidung über die Qualität und das Ausmaß ihrer Aktivitäten nicht berücksichtigen. Durch das hiermit beschriebene Phänomen der »externen Effekte« entstehen im Marktsystem erhebliche Allokationsprobleme. Die Natur dieser Probleme und Möglichkeiten der Abhilfe werden in diesem Modul analysiert. Dabei stehen Verhandlungen nach dem Konzept des Ökonomie-Nobelpreisträgers Ronald Coase, das Umwelthaftungsrecht und eine auf A. C. Pigou zurückgehende Methode der Besteuerung im Vordergrund der Betrachtung.

In der umweltpolitischen Diskussion nimmt der Streit um die Eignung alternativer Instrumente einen breiten Raum ein. Im dritten Teil werden die außerordentlich zahlreichen Politikvarianten zu drei »Prototypen« zusammengefasst: Auflagen, Abgaben, Zertifikate. Sie werden insbesondere untersucht auf ihre Effizienz, ihre Anreizwirkung für den umwelttechnischen Fortschritt und hinsichtlich der Genauigkeit, mit der sie ein umweltpolitisches Ziel erreichen können.

Im vierten Teil des Moduls werden einige der vorher behandelten Aspekte vertieft, die eine besonders hohe wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Relevanz aufweisen. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt bei der Intergration des durch umweltpolitische Instrumente induzierten umwelttechnischen Fortschritts in die Umweltökonomie sowie in der Öffnung der Perspektive auf internationale Umweltprobleme. Ferner wird das umweltökonomische Grundmodell auf interagierende Schadstoffe und auf Märkte mit unvollständiger Konkurrenz erweitertet.

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Betreuerin

 

Dr. Bianca Rundshagen 

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